„Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“: Entwurf von Gemeinderat Ottobeuren abgesegnet

Ansicht Innenraum mit Großformaten, Atelier Lohrer / Stuttgart

Ansicht Innenraum mit Großformaten, Atelier Lohrer / Stuttgart

Ottobeuren, 3. März 2011 – Im Rahmen einer eigens anberaumten Gemeinderatssitzung am 17. Februar 2011 wurden die bisherigen Planungen ausführlich von Vertretern der jeweils zuständigen Unternehmen erläutert. Unter anderem stellte Fabian Lohrer die architektonische Planung vor und Paul Hartinger referierte über die Planungen bezüglich Statik und Brandschutz. Besonderes Interesse galt zudem den Ausführungen Helmut Angerers zum Beleuchtungskonzept der Firma „conceptlicht“, die die Ausstellung im wahrsten Sinne des Wortes ins rechte Licht rücken soll.

Für den Strahlungsschutz setzt „conceptlicht“ beispielsweise hochwertige UV-Filter ein, um die Kulturschätze zu bewahren und zugleich eine hohe Präsentationsqualität in Bezug auf die Beleuchtungsstärke zu gewährleisten. Zudem werden hochwertige Lampen der besten Farbwiedergabestufe eingesetzt, die dafür sorgen, dass 90 bis 100 Prozent der Farbnuancen unverfälscht wiedergegeben werden.

Insgesamt stehen bei der Planung des Lichtkonzepts Sehkomfort, Atmosphäre und Erlebniswert für die Besucher an erster Stelle, das heißt es wird unter anderem auch darauf geachtet, dass bei hinter Glas präsentierten Objekten keine Störungen durch Eigenspiegelungen entstehen und dass Architektur und Beleuchtung im Einklang stehen. So werden für jeden Ausstellungsraum unterschiedliche Beleuchtungsarten und Strahlungswinkel gewählt, individuell abgestimmt auf die Eigenschaften des jeweiligen Raumes und seine Funktion – der Video- und Präsentationsraum erfordert beispielsweise eine andere Beleuchtungstechnik als der Dauerausstellungsraum für die Großformate.

Den Planungen zufolge werden Ausschreibung und Vergaben für den Bau des Museums bis Oktober 2011 vergeben, sodass im April 2012 die zweijährige Bauphase beginnen könnte. Für das Projekt sind derzeit 5,05 Millionen Euro veranschlagt.

Das Projekt „Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth“ wurde der Öffentlichkeit erstmals im Sommer 2009 präsentiert. Nach Fertigstellung des Museumsgeländes wird das Haus für eine symbolische Miete dem Förderverein „Kunst+Werk Diether Kunerth“ vermietet. Dieser wird gemeinsam mit dem Künstler und seiner Stiftung die Themenausstellungen gestalten, die halbjährlich wechseln sollen. Aus diesen Wechselausstellungen können dann auch noch Werke des Künstlers käuflich erworben werden, wobei die Erlöse zur Finanzierung des Museumsbetriebs verwendet werden. Zugleich wird es eine Dauerausstellung geben.

Dem Künstler Diether Kunerth selbst liegt das Museum besonders am Herzen, da seine Werke als ganzheitliches Oeuvre erlebbar und der Öffentlichkeit zugänglich bleiben sollen.

Persönliche Unterstützung erfährt das Kulturprojekt unter anderem von Finanzminister a. D. Dr. Theodor Waigel und dem Landtagsabgeordneten und Staatsminister a. D. Josef Miller.

Download Pressemitteilung vom 22.02.2010

Weitere Informationen unter  www.fuchspr.de